DFDS kündigt Vereinbarung mit Moby

Doch keine neuen Fähren für DFDS auf der Route von Amsterdam nach Newcastel. Am 29. Oktober 2019 hat DFDS die Vereinbarung zur Übernahme der MOBY AKI und MOBY WONDER gekündigt. So kam dieser Schritt etwas überraschend, da beide Fähre bereits in der Werft für Anpassungsarbeiten sind. Einen genauen Grund für die Kündigung teilte DFDS nicht mit. Italienischen Medienberichten zufolge soll es aber finanzielle Schwierigkeiten bei der Reederei Moby geben. So haben wohl auch Banken kein grünes Licht für einen Verkauf der beiden Fähren gegeben.

Vorerst keine neuen Fähren für die Route von Amsterdam nach Newcastle – Bildquelle: DFDS

Eigentlich war mit der Vereinbarung ein Schiffstausch zwischen beiden Reedereien geplant. Was nun in nächster Zeit passieren wird, ist unklar. So ist auch erneuter Verkauf nicht komplett ausgeschlossen oder man denkt bei DFDS doch über Neubauten für die Route nach.

Die beiden derzeitigen Fähren bieten heute einen hervorragenden Service und werden dies auch weiterhin tun, bis eine neue Lösung mit neuen Fähren vorliegt. Dies wird unsere Pläne für die Entwicklung der Route nicht ändern, sondern lediglich verzögern “, sagt Peder Gellert, EVP und Head of DFDS‘ Ferry Division.

Über DFDS
Als eine der führenden Fährreedereien betreibt DFDS Passagier- und Frachtrouten in Europa. Mit einer Flotte von mehr als 50 Schiffen, bringen wir jährlich rund sechs Millionen Personen sicher über die Ostsee, die Nordsee und den Ärmelkanal. Neben der einfachen Passage beinhaltet das Portfolio der Reederei Minikreuzfahrten, Pauschal-und Rundreisen sowie Gruppenreisen. DFDS wurde bereits zum achten Mal mit dem World Travel Award als weltbeste Fährreederei ausgezeichnet. Den Titel „Europas beste Reederei“ trägt sie das zwölfte Jahr in Folge.

4 Antworten

  1. mcnass sagt:

    Eine gute Entscheidung, diese Moby-Schiffe hätten ohnehin nicht zum Charme einer Schiffsreise nach Schottand, bw. Newcastle gepasst.
    Bravo, DFDS!

  2. Alex sagt:

    Bin ich komplett anderer Meinung – die Übernacht-Passagierfähren von DFDS (NEW-AMS, OSLO-KOP) sind total überaltert (lies mal die Kommentare auf engl. Seiten / Foren !) – eigentlich müßte DFDS dringend 4 große neue Cruise-Fähren bestellen. Selbst wenn man jetzt in 2020 welche bestellen würde wären die ja erst 2023/24 da = die alten sind dann 38 Jahre alt !

    Es geht doch nicht um den Charme einer Seereise ! Dann solltest Du vielleicht besser eine Reise mit einem Museumsdampfer buchen. Ich bin mit den meisten Fähren in Europa schon persönlich gefahren – allerdings meide ich grundsätzlich alles was älter als ca. 20 Jahre ist und „teste“ die Fähren möglichst wenn sie noch relativ neu sind – und sehr sehr viele andere „normale“ Fahrgäste denken genauso. Jeder steigt lieber in ein neues modernes Schiff als in ein abgewohntes altes Rostiges… . Mobi Aki und Wonder wären eine erhebliche und schnelle Modernisierung der uralten und innen total unübersichtlichen ex-TT-Schiffe da und man kann nur hoffen, dass die Verhandlungen (es wird immer noch mit den italienischen Banken da verhandelt) doch noch Erfolg haben werden. Leider hakt es bei der Modernisierung der großen Cruiseship-Fähren die in den 80iger und 90iger Jahren einen großen Boom hatten. Viking-Line z.B. müßte längst 5 neue große Fähren bestellen (Ersatz Gabriella (1992), Mariella (1985), Amorella (1988), Rosella(1980), Cinderella(1989) – aber nur 1 Neubau ist dafür bestellt), Silja Line 3 (Ersatz Europa (1993), Symphony, Serenade 1991). In den 90igern bin ich da mehrmals gerne mitgefahren – aber die sind heute alle 30, 35 (Mariella) bis sogar 40 Jahre (Rosella) alt !!! Und dadurch hakt es auch bei der Modernisierung anderer Strecken, die früher gerne die finnischen modernen Gebrauchtfähren gekauft haben – Stena Saga Oslo-Frederikshavn (ex Silja) von 1981 z.B. – das sind auch fast 40 Jahre ! Es gibt in Skandinavien Reedereien, die haben mehr oder weniger rechtzeitig modernisiert (z.B. Tallink, Fjordline, Color Line) und andere Reedereien fahren leider auch zukünftig mit immer älteren Flotten und wollen oder können offenbar keine Neubauten bestellen ! 30, 40 jährige Fähren kauft heutzutage nicht mal in Griechenland noch irgendwer. Auch bei TT-Line sieht man diesen Modernisierungsstau – früher gingen gebrauchte TT-Fähren nach 10-15 Jahren z.B. nach Gotland oder Norwegen oder Frankreich (Brittany) oder Australien – dort fahren inzwischen viel modernere Flotten und viele Neubauten sind dort bestellt aber bei TT ist aktuell nur ein einziger Neubau bestellt mit 3 Jahren Bauzeit bis 2022. Damit kann dann eine dann 34 Jahre alte Fähre von 1988 ersetzt werden. Und die anderen 3 alten von 1989 und 1995 ??? Von 1995 bis 2025 wären es 30 Jahre , auch die beiden 1995er müßten dringend ersetzt werden aber man möchte offenbar zukünftig mit 30-40 Jahre alten Fähren fahren… . Auch bei Stena – Skandinavien ist alles überfällig mit neuen Fähren, Saga 1981, Danica 1982, die beiden großen Polen-Cruiser von 1986/87, die Sassnitz von 1989 und auch bald die beiden Rostock-Trelleborg Fähren – das sind 7 überalterte Fähren aktuell ! Und selbst wenn man dafür jetzt Neubauten in Auftrag geben würde – bis die alle ausgeliefert würden, wären auch die Jutlandica und die beiden Kiel-Göteborg Fähren schon wieder alt !

  3. Leo sagt:

    @Alex Bitte? Die Kind und Pricess Seaways sind die tollsten Schiffe, die man sich nur vorstellen kann, wenn man nen Weg nach Irland sucht, en klasse Schiff war auch die Oscar Wilde von Irishferries, die aber leider verkauft wurde, diese grässlichen Neubauten wie die YB Yeats sind überhaupt nicht mein Fall, viel zu groß, furchtbar ungemütliche Atmosphäre, kalt und steril. Die beiden DFDS Pötte sind für ihr Alter in einem atemberaubend guten Zustand und sind beileibe nicht abgewohnt und rostig, Schiffe halten bei entsprechender Pflege eigentlich ewig, wenn ich da mal an so manchen P&O Seelenverkäufer auf der irischen See denke oder den Müllhaufen Stena Horizon der auf der Route Rosslare Cherbourg fährt, das ist das pure Grauen, nein, wenn ich Schiff fahre dann fahre ich in Urlaub und zur Einstimmung darauf sind die beiden DFDS Kähne einfach perfekt, richtig schön und gemütlich und mit Charme, unübersichtlich, ja en bisschen, aber da sind Neubauten auch nich unbedingt besser, nee nee auf die King und die Princess lass ich nix kommen, ich hoffe nicht, dass die ersetzt werden.

  4. Alex sagt:

    Dann bist Du Leo halt einfach ein Liebhaber von älteren Schiffen. 99% der „normalen“ Bürger bevorzugen aber moderne, zeitgemäße Verkehrsmittel für ihr Geld auch auf dem Wasser statt ca. 30 oder 40 Jahre alter Oldtimer-Fähren. Die Fähren müssen groß sein damit im Sommer alle PKWs und LKWs mitkommen und je größer umso effizienter. Ungemütlich, kalt und steril stimmt aber leider oft bei modernen Fähren – das muß aber nicht sein. Warum verpachten die Reedereien nicht Gastroflächen an Bord an einzelne Familien aus der Gastro-Branche statt überteuertes Null-8-15-Essen in mäßiger Kantinenqualität anzubieten ? Ein echter „Grieche“, „Kroate“, „Italiener“ und „Chinese“ an Bord sowie ein echter Irish-Pub und bayerischer Biergarten wären für alle Fahrgäste 1000 mal attraktiver – und die Betreiberfamilien würden es wohl auch viel gemütlicher einrichten als es die Fährdesigner aktuell tun.
    Generell ist es für mich auch völlig unverständlich warum fast alle Fährredereien den Riesenboom in der Kreuzfahrtbranche in Zusammenhang mit der Überalterung der Gesellschaft in Europa so verschlafen. Zwischen Schweden, Finnland und Estland wird es seit Jahrzehnten erfolgreich vorgemacht: Zubringerbusse aus vielen Städten und Mini-Cruise-Tickets für ca. 5 oder 10 Euro und die Fähren sind auch im Winter täglich randvoll mit 2000 oder 3000 Rentnern die nur aus Langeweile hin und herfahren aber an Bord essen und trinken als gäbs kein Morgen. D.h. es ergibt sich ein Gewinnmix aus diesen „Spassfahrern“, den normalen LKWs und im Vergleich zu den „Spassfahrern“ den wenigen PKWs die wirklich von A nach B möchten.
    Warum wird das von anderen Reedereien nicht intensiv auch so gemacht ???
    Echte neue Cruiser mit 5000 oder 6000 Fahrgästen sind inzwischen weltweit normal. Da wäre es ein leichtes auch moderne Cruise-Fähren vollzubekommen mit wenigstens 3000 oder 4000 Leuten. Z.B. die Stena Danica Tagestour ab Göteborg – ist seit Jahrzehnten täglich voll mit ca. 1500 solchen Spass-Rentnern. Aber warum ist hier nicht längst eine neue 4000er Fähre im Einsatz ??? 4000 Mittagessen auf der Tagestour und 4000 Abendessen auf einer Abendtour wären täglich möglich ! Aktuell fährt die uralte Danica fahrplanmäßig nur ca. 15 Knoten – mit nur ca. 20-22 Knoten wäre deutlich unter 3 Stunden machbar pro Strecke = ca. 6 Stunden (9-15 und 16-22) an Bord hin und rück. Oder z.B. Kiel-Göteborg / Kiel-Oslo. Hier wird aber leider auf teure Fahrpreise gesetzt statt auf neue riesige Fähren mit tausenden Spass-Fahrgästen mit denen man viel größere Kundenpotentiale erschliessen könnte. Warum kostet Stockholm-Helsinki 10 oder 20 € – Kiel-Oslo/Göteborg aber 200,- ? Stena und TT-Line haben sich leider „darauf geeinigt“ nur noch auf Ro-Pax Fähren mit dem Schwerpunkt Fracht zu setzen statt zusätzlich große Gewinne mit dem Konsum von Spassfahrern zu machen ohne die z.B. Viking Line, Silja, Tallink, Birka und Eckerö Linjen gar nicht existieren könnten.
    ————————————————————————————-
    Ist ein neues Thema – aber regt mich seit Jahrzehnten auf:
    Warum werden Ostsee-Fähren immer langsamer statt schneller ? Beispiel Rostock-Trelleborg, da bin ich in den 90igern mit der Diana 2 von Viking Line gechartert in exakt 5 Stunden mitgefahren, trotz Herbststurm und großen Wellen. Warum brauchen aber heute alle 6, 7 oder mehr Stunden ??? Dito Kiel-Oslo oder auch Kiel-Göteborg wo die Abfahrtszeiten im Laufe der Jahrzehnte nach vorne verlegt wurden. Ich kann mich noch an eine verspätete 12 Stunden Schnell-Fahrt ab Kiel aus den 80igern erinnern wo es dann sofort weiter nach Frederikshavn ging… . Warum setzt z.B. Stena hier nicht längst schnellere Fähren ein die Kiel-Göteborg in ca. 10-11 Stunden schaffen – dann hätte man eine Verdoppelung der Kapazität mit 1 Tagesfahrt und 1 Nachtfahrt pro Schiff – genau wie z.B. Karlskrona-Gdingen oder Stockholm-Turku anstatt die Schiffe täglich viele Stunden als totes Kapital unnütz im Hafen liegen zu lassen und könnte auch zusätzliche Frachter komplett einsparen. Offiziell angegeben wird oft „22 Knoten“ – aber in Wahrheit wird tatsächlich nur so langsam wie möglich gefahren mit 14, 15, 16, 17 oder 18 Knoten ! (Marinetraffic.com)
    Überall wird alles schneller und besser – nur in südlicher Ostsee und Kattegat wird alles immer langsamer ! Ist inzwischen in ganz Europa das langsamste Fährgebiet ! Von Lübeck bis Malmö dauert mit Auto ca. 4 Stunden über Puttgarden und Öresundbrücke – eine Fähr-Fahrzeit von ca. 4 Stunden ab Rostock und ca. 5 Stunden ab Travemünde nach Trelleborg (wäre problemlos möglich mit ca. 25 Knoten-Fähren) wäre sehr attraktiv – aber 7, 8, 9 oder sogar 10 Stunden tagsüber an Bord dieser schlichten RoPax ist einfach nur nervig und Zeitverschwendung. Auch hier wird seit Jahrzehnten ein riesiges Fahrgastpotential verschenkt und auch für die Zukunft ist leider keine Besserung in Sicht. Und warum gibt es inzwischen überall auf der Welt erfolgreich Großkatamarane inkl. LKW-Beförderung – nur zwischen D, PL und S und zwischen DK und S (Mols-Linjen hat ja viele) nicht ???
    Bitte nicht falsch verstehen – ich bin absolut kein Mecker-Typ – aber warum gibt es hier immer mehr Rückschritt (im Schnitt immer ältere und langsamere Fähren) statt Fortschritt während es fast überall woanders immer moderner und schneller geht (z.B. DK-N oder Kanaren, Balearen oder irische See). Ich wohne zum Glück seit Jahren in Teneriffa – hier gibt es bald fast nur noch schnelle Fähren mit (deutlich) über 20 Knoten und das Durchschnittsalter der Fähren wird immer geringer. Oder Skagerrak, früher langsam und alt mit „Christian 4“ von Color oder Larvik-Line „Peter Wessel“ oder der ursprünglichen „Bergen“- heute modern und schnell mit den Fähren von Color und Fjordline. Das ist wirklicher Fortschritt und Verbesserung gegenüber früher – und sowas wäre auch wünschenswert für Stena und TT. Und – zurück zum Thema – auch bei DFDS ist von Fortschritt auf den Langstrecken leider nichts zu sehen sondern man versucht irgendwo „gute gebrauchte“ Fähren aufzutreiben. Zuerst kommt die Fracht, dann ganz lange nichts und dann die Personen die mit PKW von A nach B wollen. Auf Spassfahrer zu symbolischen Fahrpreisen und Bordkonsumgewinne setzt man quasi gar nicht. Und so wurden auch Routen (Göteborg-Newcastle, ab Esbjerg, Hamburg-England etc.) in den letzten Jahrzehnten runtergewirtschaftet und schliesslich eingestellt – obwohl die Kreuzfahrtbranche seit Jahrzehnten boomt ohne Ende.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.