Viking Grace bekommt Rotor von Norsepower Oy

Viking Grace mit Rotor - Bildquelle: Norsepower

Noch vor dem geplanten Neubau wird Viking Line das geplante Rotor System testen. So soll die Viking Grace im Jahr 2018, ein Rotor Sail Solution mit einer Höhe von 24 Metern, an Bord installiert werden. Dazu haben Viking Line und Norsepower Oy LTD. eine Vereinbarung unterzeichnet. Mit dem neuen Rotor kann die Fähre ihre Emissionen weiter reduzieren und den Kraftstoffverbrauch senken. Laut Reederei und Hersteller kann die Viking Grace damit rund 300 Tonnen LNG und rund 900 Tonnen CO2-Emissionen im Jahr einsparen.

Der Einbau des Rotors ist für das zweite Quartal 2018 geplant. Eingebaut wird dann ein mittelgroßer Norsepower Rotor-Segel-Einheit mit einer Höhe von 24 Metern und einer Breite von vier Metern. Viking Grace ist mit diesem System die erste Fähre mit LNG-Antrieb und einem Rotor-System.

Das Norsepower Rotor-Segel kann sowohl auf neuen Schiffen installiert als auch nachträglich eingebaut werden, ohne den laufenden Betrieb zu unterbrechen. Die Technik beruht auf dem älteren Flettner-Rotor, bei dem ein rotierender Zylinder die Windenergie aufnimmt und direkt in Schubkraft für das Schiff umwandelt. Es wird also nicht etwa Strom für die Schiffsmotoren erzeugt, sondern unter Ausnutzung des Magnus-Effekts der Schiffskörper vom Winddruck angeschoben. Die moderne, umweltfreundliche Antriebstechnik funktioniert vollautomatisch: Sobald die Sensoren einen genügend kräftigen Wind registrieren, springt der Rotor von selbst an, um Energie zu sparen – ohne dass die Mannschaft eingreifen muss.

„Mit unserem  Streben nach einem maximal umweltfreundlichen und ökonomischen Betrieb unserer Flotte sind wir stolz darauf, als erstes Unternehmen weltweit die Vorzüge von sauberem, alternativem Treibstoff, modernem Rotor-Segel, Elektro-Motoren und hydrodynamisch optimiertem Rumpf zu kombinieren.“, sagt Ulf Hagström, Director Marine Operations bei Viking Line: „Wir sind überzeugt, dass die Rotor-Segel-Technologie dazu beitragen wird, die Leistung unserer Schiffe zu verbessern, den Treibstoffverbrauch zu reduzieren und Abgase zu vermeiden.“

„Zum ersten Mal wird hier ein derart moderner Zusatz-Antrieb mit Windkraft auf einer Passagierfähre installiert.“, so der Norsepower-Vorstandsvorsitzende Tuomas Riski. „Als in Finnland beheimatetes Technologie-Unternehmen für saubere Energie sind wir stolz auf die Partnerschaft mit einer weiteren bedeutenden Reederei, um gemeinsam ein neues Zeitalter der Zusatzantriebe mit Windkraft für die globale Schifffahrt einzuläuten und gleichzeitig den Übergang in eine kohlenstoff- und emissionsarme Ökonomie auf den Weltmeeren zu beschleunigen.“ Aktuell zeigen unabhängige Analysen, dass auf Strecken mit ausreichenden Windverhältnissen bis zu 20 Prozent Treibstoffeinsparung pro Jahr möglich sind, wenn die Rotor-Segel passend dimensioniert werden.

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Über Viking Line
Viking Line ist eine Aktiengesellschaft und Marktführer im Passagierverkehr zwischen Schweden und Finnland mit der Mission, in großem Umfang günstige sowie sichere Fracht- und Passagierdienste anzubieten. Im Vordergrund stehen dabei ein abwechslungsreiches Restaurantangebot, attraktive Shoppingmöglichkeiten und eine erholsame Überfahrt. Die Aktien des Unternehmens sind seit 1995 im NASDAQ OMX der Börse Helsinki gelistet. Viking Line verkehrt derzeit mit sieben Schiffen zwischen Finnland, den Åland-Inseln, Schweden und Estland. Im Fiskaljahr 2015 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 530,5 Mio. Euro. Die Passagierzahl belief sich auf ca. 6,6 Mio. Im Durchschnitt waren 2.735 Mitarbeiter beschäftigt.

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